Konzert

Himmelsstraßen

13. September 2019, 22:00 bis 23:15 Uhr

Basilika St. Clemens

Kammerchor der Universität zu Köln
Cello: Clara Dewes
Kontrabass: Pierce Black
Orgel: Arndt Martin Henzelmann
Leitung: Michael Ostrzyga

„Dieses Leben ist der Weg zum Himmel, in diesen Kreis hier derer, die schon gelebt haben und vom Körper gelöst jenen Ort bewohnen, den du siehst.“ So beschreibt Cicero in „Scipios Traum“ die Milchstraße als Heimat der entkörperten Seelen, von dem aus Scipio die Sphärenharmonie hört. In dem Stück „Harry’s Dream“, das Ausschnitte dieses Textes beinhaltet, geht es um die Beziehung des Menschen zum Kosmos. Friedrich Jaecker hingegen schlägt den Bogen von der dem Text zugrunde liegenden Musikphilosophie der Pythagoräer zum amerikanischen Lebenskünstler Harry Partch. Dessen Stimmungssystem, das die exakte Intonation spektraler Klänge und deren Spiegelung ermöglicht, wird mit 33 Gläsern und Stimmen genutzt, um eine Vision der Sphärenmusik zum Leben zu erwecken. Das Ensemble wird zu einer riesigen Glasharfe, deren Klänge sich in größter Ruhe um die ZuhörerInnen bewegen. Einen Kontrast dazu bildet die expressive Rhetorik Bachs, bevor mit Nystedts „Immortal Bach“ und Ostrzygas „A una mariposa monarca“ Werke zur Aufführung kommen, die den Chorklang ungewöhnlich auffächern.

 

Programm:

 

  • Johann Sebastian Bach (1685-1750): Jesu, meine Freude (BWV 227)
  • Michael Ostrzyga (*1975): A Una Mariposa Monarca (aus: Mariposa)
  • Knut Nystedt (1915-2014): Immortal Bach
  • Friedrich Jaecker (*1950): Harry’s Dream

 

Karten: EUR 18 / 13   erm. EUR 13 / 8

 

Für FachteilnehmerInnen der chor.com sind die Konzerteintritte im Fachteilnehmerticket enthalten. Bitte reservieren Sie Ihre Karten unter Angabe Ihrer Teilnehmernummer direkt hier über Reservix. 

 

Ensemble/s

  • Kammerchor der Universität zu Köln

    Der Kammerchor der Universität zu Köln vereint Studierende und Alumni aller Fakultäten der Universität. Das Repertoire reicht von mittelalterlichen Gesängen bis hin zur Musik der Gegenwart. Musik des 20. und 21. Jahrhunderts (einschließlich zahlreicher Uraufführungen) und kleiner besetzte oratorische Werke nehmen einen besonderen Stellenwert ein. Das Ensemble wurde unter anderem eingeladen zu den Brühler Schlosskonzerten, zum renommierten Neue Musik Festival „Acht Brücken“, zu Mitwirkungen in der „heute-Show“ sowie kürzlich engagiert für „Harry Potter und der Gefangene von Askaban – Live in Concert“. Konzertreisen führten an die Ost- und Westküste der USA, nach Mailand und Prag. In Hannovers Neustädter Hof- und Stadtkirche war der Chor zuletzt 2013 unter anderem mit Frank Martins „Messe für Doppelchor“ zu Gast.

Leitung

  • Michael Ostrzyga

    Michael Ostrzyga, Kölner Universitätsmusikdirektor, erhielt Kompositionsaufträge unter anderem vom Schleswig-Holstein Musik Festival, vom Harvard Summer Chorus und von Kamēr... (Lettland). Er hat unter anderem mit den Bochumer Symphonikern, den Kölner Vokalsolisten und dem Boston Modern Orchestra Project zusammengearbeitet und auch zahlreiche Werke uraufgeführt, unter anderem von Manfred Trojahn, Michael Gees und Martin Herchenröder. Seine Vervollständigung von Mozarts Requiem, 2017 in Harvard vorgestellt, wurde 2019 beim Rheingau Musik Festival vom Concerto Köln und Chorwerk Ruhr unter der Leitung von Florian Helgath aufgeführt. Im Dezember 2017 wurde sein abendfüllendes „Puer natus est“ vom Monteverdichor Würzburg und der Jenaer Philharmonie uraufgeführt.

Künstler/innen

  • Clara Dewes

    Clara Dewes studierte an der Universität zu Köln Economics und Politikwissenschaften. Parallel zu ihrem
    Studium wirkte sie als Cellistin im Orchester und Kammerorchester der Universität mit und übernahm als Stimmführerin der Violoncelli Stimmproben. Außerdem spielte sie Continuo-Cello unter anderem beim Weihnachtskonzert im Kölner Rathaus und im April 2019 als Gast des Kammerorchesters bei der Matthäuspassion in der Kölner Trinitatiskirche.

  • Pierce Black

    In Wellington, Neuseeland geboren, besuchte Pierce Black 2005 im Zuge eines Schüleraustauschs mit einer Kölner Schule zum ersten Mal die nördliche Hemisphäre und entschied sich etwas länger zu bleiben. Er studierte von 2006 bis 2012 an der Musikhochschule Köln/Wuppertal klassischen Kontrabass. Seitdem lebt und arbeitet er als freier Musiker und Komponist und hat durch Reisen mit seinem Instrument nach Südamerika, USA, Asien, Afrika und Europa große und kleine Konzerthäuser dieser Welt kennengelernt.

  • Arndt Martin Henzelmann

    Arndt Martin Henzelmann studierte Chordirigieren bei Jörg-Peter Weigle in Berlin sowie Kirchenmusik in Köln. Neben verschiedenen Assistenzen, unter anderem beim Deutschen Jugendkammerchor, arbeitete er mit Ensembles wie dem Sinfonie Orchester Berlin, den Bochumer Symphonikern, der Sing-Akademie zu Berlin, Aris et Aulis Berlin oder dem Neuen Rheinischen Kammerorchester Köln, leitete verschiedene Einstudierungen, etwa beim Sinfonischen Chor Berlin, und wirkte als Lehrbeauftragter an der Universität der Künste Berlin sowie der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Derzeit ist er als Dirigent des Oratorienchores Köln sowie des Rodenkirchener KammerChores und -Orchesters tätig. Als Continuo-Spieler arbeitete er unter anderem mit Jörg Straube, Georg Grün und Raphael Alpermann zusammen.

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