Konzert

Verleih uns Frieden – Vokalkunst von Heinrich Schütz

14. September 2019, 22:00 bis 23:00 Uhr

Neustädter Hof- und Stadtkirche

LauschWerk
Violone: Günter Holzhausen
Orgel: Bernhard Prammer
Leitung: Martin Steidler

Heinrich Schütz veröffentlichte seinen Zyklus „Geistliche Chor-Music“ im Jahr 1648, dem Jahr des Westfälischen Friedens. Wie er in seiner ausführlichen Vorrede zu der Sammlung von fünf- bis siebenstimmigen Motetten darlegt, kehrt er bei diesem Zyklus bewusst zurück zum alten Stil, der Vokalpolyphonie. Ähnlich wie Monteverdi hat es Schütz zu größter Meisterschaft in beiden Stilen, der prima prattica und der seconda prattica, gebracht und in Verbindung beider Kompositionstechniken einen eigenen, unverwechselbaren Stil geschaffen, in dem die rhetorische Ausdeutung des Textinhaltes das wichtigste Anliegen ist. In diesem Konzertprogramm werden einige Motetten aus diesem Zyklus den zum Teil wesentlich früher komponierten „Kleinen Geistlichen Konzerten“ gegenübergestellt. Hier offenbart Schütz auch seine Meisterschaft in der Form der Monodie. Die konsequente rhetorische Aufladung in diesen Werken für eine bis drei Solostimmen findet sich auch in der Stimmführung der einzelnen Stimmen in den späteren Motetten und erzeugt die einzigartige Verbindung aus Klangpracht und Sprachwirkung, die Schütz zu dem wohl wichtigsten Vorbild für Chorkompositionen in den folgenden Jahrhunderten gemacht hat.

 

Programm:

 

  • Heinrich Schütz (1585-1672):

 

Aus: Geistliche Chor-Music (1648)

Verleih uns Frieden genädiglich (SWV 372)

Gib unsern Fürsten und aller Obrigkeit (SWV 373)

 

Aus: Kleine Geistliche Konzerte

Eile mich, Gott, zu erretten (SWV 282)

 

Aus: Geistliche Chor-Music (1648)

Herr, auf dich traue ich (SWV 377)

Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten (SWV 378)

So fahr ich hin zu Jesu Christ (SWV 379)

 

Aus: Kleine Geistliche Konzerte

O süßer, o freundlicher, o gütiger Herr Jesu Christe (SWV 285)

 

Aus: Geistliche Chor-Music (1648)

Das Wort ward Fleisch (SWV 385)

Ich weiß, dass mein Erlöser lebt (SWV 393)

 

Aus: Kleine Geistliche Konzerte

Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz (SWV 291)

 

Aus: Geistliche Chor-Music (1648)

Selig sind die Toten, die in dem Herren sterben (SWV 391)

Das ist je gewisslich wahr (SWV 388)

 

Aus: Kleine Geistliche Konzerte

Veni, Sancte Spiritus (SWV 328)

 

Aus: Geistliche Chor-Music (1648)

Unser Wandel ist im Himmel (SWV 390)

Die Himmel erzählen die Ehre Gottes (SWV 386)

 

Karten: EUR 18 / 13   erm. EUR 13 / 8

 

Für FachteilnehmerInnen der chor.com sind die Konzerteintritte im Fachteilnehmerticket enthalten. Bitte reservieren Sie Ihre Karten unter Angabe Ihrer Teilnehmernummer direkt hier über Reservix. 

Ensemble/s

  • LauschWerk

    Das Vokalensemble LauschWerk besteht größtenteils aus aktiven und ehemaligen Mitgliedern der Audi Jugendchorakademie, die sich für eine professionelle Sängerlaufbahn entschieden haben. Das mit acht bis 16 Sängerinnen und Sängern besetzte Ensemble erarbeitet unter der Leitung von Martin Steidler anspruchsvolle Vokalmusik von der Renaissance bis zur Moderne. Ziel der Akademie ist, auf das Singen in professionellen Ensembles vorzubereiten, die dazu nötigen stimmlichen und künstlerischen Fähigkeiten auszubauen und Impulse für die solistische Weiterentwicklung zu geben.

Leitung

  • Martin Steidler

    Martin Steidler ist Professor für Chorleitung an der Hochschule für Musik und Theater München und leitet in dieser Funktion den Madrigalchor der Hochschule, der 2014 beim Deutschen Chorwettbewerb in Weimar mit einem 1. Preis ausgezeichnet wurde. 1993 gründete er das Heinrich-Schütz-Ensemble Vornbach. Seit 2008 ist er Künstlerischer Leiter der Audi Jugendchorakademie. In dieser Funktion arbeitete er unter anderem eng mit Kent Nagano, dem Bayerischen Staatsorchester, der Akademie für Alte Musik Berlin und dem Bayerischen Rundfunkorchester zusammen. Gastdirigate sowie seine Dozenten- und Jurorentätigkeit führten ihn bereits in viele europäische Länder sowie in die USA, nach Asien und Südamerika.

Künstler/innen

  • Günter Holzhausen

    Günter Holzhausen studierte Kontrabass an der Hochschule für Musik und Theater München bei Prof. Klaus Trumpf. Bereits während des Studiums hatte er Engagements beim Münchner Rundfunkorchester, den Münchner Symphonikern und dem Münchener Kammerorchester. Seit 1996 ist er ständiger Continuospieler des Tölzer Knabenchores, verbunden mit zahlreichen Konzerten und Aufnahmen in Europa, Israel, der Türkei und Übersee. Eine ausgedehnte Zusammenarbeit verbindet ihn mit vielen renommierten Ensembles und KünstlerInnen im In- und Ausland. Darüber hinaus ist er Professor für Kontrabass und Violone an der Hochschule für Musik und Theater München, hält Gastvorträge und publiziert. Er beschäftigt sich dabei intensiv mit diversen historisch überlieferten Violonestimmungen von drei bis sechs Saiten und ihrer aufführungspraktisch korrekten Anwendung.

  • Bernhard Prammer

    Bernhard Prammer studierte Orgel und Cembalo in Wien, Linz und Den Haag. Er ist Leiter und Gründer des Barockensembles ColCanto und Gast in verschiedenen Ensembles: Ars Antiqua Austria, Musica Antiqua Salzburg und Barockorchester L´arpa festante München. Er ist Lehrer für Orgel und Cembalo am oberösterreichischen Landesmusikschulwerk. Bernhard Prammer bezeichnet sich selbst als „krea(k)tiven Kulturarbeiter“, da neben seiner künstlerischen Tätigkeit als Organist und Cembalist die Organisation vieler Kulturprojekte und Konzertreihen einen großen Platz in seiner Arbeit einnimmt. Seit Herbst 2007 ist er Organist an der Brucknerorgel im Alten Dom zu Linz. Eine Vielzahl an CD-Einspielungen als Solist und in verschiedenen Kammermusikbesetzungen liegt vor.

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